Die Stadt Mülheim hat's ja....

... so sollte man meinen, wenn man sich diverse Bauprojekte derzeit ansieht. Trotz klammer Haushaltslage und der Tatsache, dass die Investitionen (und damit auch Bauprojekte), deren Auftragsvergabe noch nicht erfolgt ist, vorerst gestoppt werden, wird das (nicht vorhandene) Geld mit vollen Händen zum Fenster rausgeschmissen.

Ein neues Beispiel der Schildbürgerkunst Mülheims ist derzeit in der Winkhauser Hügelstrasse zu bewundern. Vor kurzem erst eingerichtete Parkboxen, die schon für reichlich Unmut unter den Anwohnern sorgten, wurden jetzt teilweise entfernt, um Sperrflächen und Baken gegenüber Grundstückseinfahrten einzurichten. Eine tolle Idee - besonders für diejenigen Anwohner, deren Parkplätze gestrichen wurden. Und ganz umsonst ist diese Aktion ja sicherlich auch zu haben.... Als Zugabe wurde die bis dahin intakte Asphaltdecke aufgefräst - Stolperkante inklusive.

Man sollte meinen, dass solche Entscheidungen mit etwas Nachdenken getroffen werden sollten. Aber abgesehen von der Tatsache, dass diese Maßnahme offensichtlich auf Betreiben einzelner Anwohner umgesetzt wurde, wurde das Vorhaben einfach abgenickt. Eine Information der betroffenen Anwohner unterblieb hierbei. "Die Strassen gehören der Stadt und damit kann sie erst mal machen, was sie will" - solche Auskünfte sind der Kommunikation doch sehr förderlich.

Ein weiterer Aspekt, der zu Kopfschütteln verleitet, ist die Forderung, dass diese baulichen Massnahmen der "Förderung des Radverkehrs" dienen sollen. Da sollte man einmal das Fahrradaufkommen in besagter Strasse beobachten. Man wird feststellen, dass Horden verhinderter Rennradler durchs Wohngebiet rasen - oder etwa nicht??

Man darf gespannt sein, wie die großen Wagen der Müllabfuhr demnächst um die Baken kurven....

in der Hoffnung, dass es auf der dann engen Strasse niemals brennen möge!