Arbeitssieg in der Staubwüste Styrum

Reichlich viel Staub mußten die Akteure des VfB Speldorf schlucken, als sie heute beim 1. FC Mülheim im Kreispokal antraten. Nach einer schnellen Führung durch Thomas Pütters in der 2. Minute sah alles danach aus, dass der Styrumer Verein ordentlich Federn lassen müßte. Doch es kam ganz anders. Auf dem knochentrockenen Ascheplatz, der zeitweise vor lauter Staub nur erahnt werden konnte, kamen die Speldorfer einfach nicht richtig ins Spiel. Man merkte ihnen deutlich an, daß die Asche ungewohnt für sie war.

In der zweiten Halbzeit erzielte Mutlu Cömez unerwartet den Ausgleich für die Styrumer Löwen. Nur wenige Minuten später erhöhten sie gar auf 2:1 durch einen Treffer von Dogan Celik. Den Speldorfern schien eine blamable Niederlage zu drohen. Der eingewechselte Janus Briks erzielte kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch den Ausgleichstreffer zum 2:2 und schickte seine Mannschaft somit in die Verlängerung. In der 113. Minute konnte dann Jörg Gralla alles klar machen und sicherte dem VfB Speldorf das Weiterkommen - letztendlich verdient, aber auch mit der nötigen Portion Glück.

Noch ein Wort zu der Schiedsrichterleistung: natürlich ist es schwer, bei diesen Unmengen an Staub den Durchblick nicht zu verlieren. Aber trotz einiger Schnitzer wie das Nichtgeben eines Elfmeters für die Speldorfer nach einem Foul an Tansu Tokmak im 16-Meter-Raum, steckte der NRW-Ligist nicht auf und erkämpfte sich im Staub von Styrum das Erreichen der nächsten Pokalrunde.